Literaturgeschichte Teil 1

Literaturgeschichte Teil 1
1 / 33
next
Slide 1: Slide
DuitsMiddelbare schoolvwoLeerjaar 6

This lesson contains 33 slides, with interactive quiz, text slides and 7 videos.

time-iconLesson duration is: 45 min
Report this lesson

Items in this lesson

Literaturgeschichte Teil 1

Slide 1 - Slide

Literaturgeschichte

Allgemein
Epochenüberblick
Mittelalter
Renaissance & Barock
Aufklärung & Sturm und Drang
Weimarer Klassik & Romantik
Vormärz & poetischer Realismus

Slide 2 - Slide



1. Du weißt was Literatur ist.

2. Du kennst die verschiedenen Genres und was dazu gehört.

3. Du kennst die wichtigsten Epochen der Deutschen Literaturgeschichte.



Slide 3 - Slide

Was ist Literatur?

  • Ein gewaltiges Archiv unseres Wissens, unserer Gefühle und unser sprachlichen Ausdrucksformen.
  • Von Menschen produziert
  • Sie handelt von: Ideen, Anschauungen, Wünschen und Ängsten.
  • Gibt Auskunft über Lebensformen und Konflikte.
  • Sie ist historischen und kulturellen Veränderungen unterworfen.
  • Sie begründet sich immer wieder neu und reformiert sich.

Slide 4 - Slide

Welche Gattungen (Genres) kennst du?

Slide 5 - Slide

3 Gattungen:

1. Epik - erzählt Ereignisse mit vielen Einzelheiten
    Epos, Novelle, Märchen, Fabel, Sage, Legende, Anekdote,      (Kurz-)geschichte, Roman

2. Lyrik - Dichtung
    Gedicht, Lied, Epigramm, Sinngedicht, Ode, Hymne,              Ballade (Mischform)

3. Dramatik - Darstellung von Handlungen
    Trauerspiel/ Tragödie, Lustspiel/ Komödie, Schauspiel,        Theater

Slide 6 - Slide

Slide 7 - Slide

Slide 8 - Slide

Slide 9 - Video

Mittelalter: 500 - 1500

Slide 10 - Slide

Mittelalter: Merkmale
  • nur Mönche, Adelige und Nonnen können lesen und schreiben
  • Gattungen sind Ritterroman & Minnesang: unerfüllbare Liebe  (Minne)
  • Walther von der Vogelweide
  • 1450: Buchdruck -> Neuzeit

Slide 11 - Slide

Renaissance (1500-1600)

Slide 12 - Slide

Renaissance: wichtige Merkmale
  • Mensch als Ebenbild Gottes steht im Zentrum
  • Renaissance: Wiedergeburt der Antike
  • Geisteshaltung: Humanismus (freie Mensch steht im Mittelpunkt; Erasmus von Rotterdam: gegen Kirche, für Bildung)
  • Martin Luther kritisiert Missstände der Kirche-> Rerformation (Katholiken und Protestanten)
  • Übersetzung der Bibel ins Deutsche: Grundlage für die neuhochdeutsche Einheitssprache

Slide 13 - Slide

Barock (1600-1700)
Gott/Natur
<ul><li>Gott als Schöpfer und Erhalter der Welt</li><li>Dualismus zwischen Diesseits und Jenseits</li><li>Natur als christlich-allegorisches Sinnbild</li></ul>
Individuum
<ul><li>Sündige Kreatur</li><li>Memento Mori (Todesgedanke)</li><li>Vergänglichkeit</li><li>Lebensgenuss und Leidenschaft</li></ul>
Gesellschaft
<ul><li>Absolutismus</li><li>Merkantilismus</li><li>Krieg, Armut und Seuchen</li><li>Territoriale Zersplitterung</li><li>Gegenreformation</li></ul>
Historischer Hintergrund
<ul><li>Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten</li><li>Dreißigjähriger Krieg (1618-1648)</li><li>Pestepidemien</li><li>Das Volk leidet und an den Fürstenhöfen herrscht Prunk und Verschwendung</li></ul>
Literarischer Hintergrund
<ul><li>Vergänglichkeit als zentrales Thema</li><li>Vanitas-Gedanke</li><li>Gegenüberstellungen und Gegensätze</li><li>Deutsche Sprache als Literatursprache</li><li>Perfekte Beherrschung der poetischen Regeln (Sonett)</li></ul>

Slide 14 - Slide

Barock: Merkmale
  • Dreißigjähriger Krieg (Protestanten gegen Katholiken)
  • Lebensgefühl von Barock ist: Heute ist man lebendig gesund, glücklich - morgen ist man schon amr, elend, oder sogar tot 
  • Motive der Dichtung:
    Memento mori ( Bedenke dass du sterben musst)
    - Vanitas: (das Leben auf der Erde ist bedeutungslos und vergänglich
    - Carpe diem: (Nutze den Tag)
  • Vertreter:
    - Martin Opitz
    - Andreas Gryphius
  • Sonett (These - Antithese, Gegenüberstellungen):Es ist  alles eitel von Andreas Gryphius

Slide 15 - Slide

Slide 16 - Video

Aufklärung (1700-1780)
Gott/Natur
<ul><li>Glaube an Verstand und Vernunft</li><li>Naturgesetze erkennen</li><li>Vernunftreligion / Natur</li></ul>
Individuum
<ul><li>Mensch als vernunftbegabtes Wesen</li><li>selbstbewusster Mensch</li><li>Herrscher über die Natur</li><li>Weltoffenheit und Toleranz</li><li>Erziehungsfähigkeit</li></ul>
Gesellschaft
<ul><li>Kleinstaaterei</li><li>Ständeordnung</li><li>Konflikt zwischen Bürgertum und Adel</li><li>Aufbruch in die bürgerliche Gesellschaft</li></ul>
Historischer Hintergrund
<ul><li>Verlust an Menschenleben, zerstörte Dörfer und Städte</li><li>Absolutismus (Adel) und Gesetze der Kirche</li><li>Aufklärung will Mensch aus dieser Abhängigkeit befreien</li><li>"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen" - Immanuel Kant</li><li>Der Mensch soll selbst nachdenken, nicht mehr gehorchen.</li><li>Einzelne Fürsten unterstützen die Ideen (Schulpflicht, Abschaffung der Folter, religiöse Toleranz, ...)</li></ul>
Literarischer Hintergrund
<ul><li>Literatur soll Mensch zu vernünftigem und moralischem Handeln erziehen.</li><li>Bürgerliche Themen für bürgerliches Publikum (bürgerliches Trauerspiel)</li></ul>

Slide 17 - Slide

Aufklärung: Merkmale
  • Vernunft kann Gesellschaft verbessern
  • weg von Abhängigkeit von Kirche (Adel, Gott)
  • Immanuel Kant: jeder soll selbst entscheiden was wichtig und richtig ist
  • Isaac Newton
  • Gotthold Ephraim Lessing: Literatur soll die Menschen zu vernünftigem
    und moralischem Handeln erziehen
  • Dramatik
  • Tragödie (Miss Sara Sampson)
  • Parabel: Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing
    lehrhafte Erzählung, erzieherische Gedanke

Slide 18 - Slide

Slide 19 - Video

Sturm und Drang (1770-1786)
Gott/Natur
<ul><li>Gott ist eins mit Kosmos und Natur</li><li>Natur als schöpferische Kraft</li><li>Natürliche Religion statt Offenbarungsreligion</li></ul>
Individuum
<ul><li>Freies Individuum</li><li>Entfaltung des Ich-Bewusstseins</li><li>Natürlicher Mensch</li><li>Rebell</li></ul>
Gesellschaft
<ul><li>Absolutismus</li><li>Ständegesellschaft</li><li>Konflikt zwischen Adel und Bürgertum</li><li>Streben nach Emanzipation</li></ul>
Literarischer Hintergrund
<ul><li>"Das Gefühl ist wertvoller als die Vernunft"- Jean Jacques Rousseau</li><li>Bedeutung des Gefühls</li><li>Interesse für politische und soziale Probleme</li><li>Freiheit in allen Bereichen (künstlerisch, politisch, gesellschaftlich)</li><li>Rebellen, die die bürgerlichen Gesetze und die bürgerliche Moral verachten</li><li>Drama, Roman, Lyrik</li></ul>
Historischer Hintergrund
<ul><li>Verlust an Menschenleben, zerstörte Dörfer und Städte</li><li>Absolutismus (Adel) und Gesetze der Kirche</li><li>Aufklärung will Mensch aus dieser Abhängigkeit befreien</li><li>"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen" - Immanuel Kant</li><li>Der Mensch soll selbst nachdenken, nicht mehr gehorchen.</li><li>Einzelne Fürsten unterstützen die Ideen (Schulpflicht, Abschaffung der Folter, religiöse Toleranz, ...)</li></ul>

Slide 20 - Slide

Sturm und Drang: Merkmale
  • Rebellion gegen Vernunft
  • Gefühl steht am 1. Platz 
  • Verabscheuen Kirche, Kultur und Statt
  • wichtige Themen: Natur, Freiheit, Leidenschaft 
  • 'Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt' 
  • Friedrich von Schiller: Die Räuber
  • Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des 
    jungen Werther (Briefroman, kann dadurch die 
    Gefühle beschreiben)

Slide 21 - Slide

Slide 22 - Video

Weimarer Klassik (1786-1805)
Gott/Natur
<ul><li>Gott als Garant der Sittlichkeit</li><li>Natur und Welt als geordnetes Ganzes</li><li>Gott ist eins mit Kosmos und Natur</li></ul>
Individuum
<ul><li>der allseits gebildete Mensch</li><li>der schöne, in sich ruhende Mensch</li><li>der vollkommene Mensch</li></ul>
Gesellschaft
<ul><li>Politische Umwälzungen (Französische Revolution)</li><li>Gründung des Rheinbundes</li><li>Schutzherrschaft Napoleons</li><li>Reformen in Preußen</li></ul>
Historischer Hintergrund
<ul><li>Französische Revolution mit anschließender Terrorherrschaft</li><li>Wilhelm von Humboldt: Ideen zur Schulreform mit Allgemeinbildung</li></ul>
Literarischer Hintergrund
<ul><li>Johan Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller</li><li>Italienreise verändert Literatur von Goethe</li><li>Antike als Vorbild (Harmonie, frei denkende Menschen)</li><li>Wirklichkeit als unbefriedigend</li><li>Enttäuscht von der Französischen Revolution</li><li>Veränderung des Einzelnen (Mensch zum wahrhaft menschlichem erziehen)</li><li>"Edel sei der Mensch, hilfreich und gut"- Goethe</li></ul>

Slide 23 - Slide

Weimarer Klassik: Merkmale
  • Verehrung der Antike
  • Mensch lebt im Einklang mit Nature und Gesellschaft
  • Johann Wolfgang von Goethe (Faust)
  • Friedrich von Schiller 
  • Mittelpunkt steht der Mensch
  • Wilhelm von Humboldt: Schulreform (zuerst all-
    gemeine Bildung)

Slide 24 - Slide

Slide 25 - Video

Romantik (1795-1830)
Gott/Natur
<ul><li>Christliches Dogma</li><li>Starker Hang zum Katholizismus</li><li>Einheit von Natur und Geist</li><li>Das beseelte Universum</li><li>Starker Naturbezug</li></ul>
Individuum
<ul><li>Sehnsucht nach heiler Welt</li><li>Starker Naturbezug</li><li>Heimatlos</li><li>Wanderer (Fernweh)</li></ul>
Gesellschaft
<ul><li>Politische Krise</li><li>Industrialisierung</li><li>Massenarmut</li></ul>
Literarischer Hintergrund
<ul><li>Mittelalter als ideales Zeitalter</li><li>Mensch im Einklang mit Natur und Gott</li><li>Fantasie, Traum und religiöses Erleben (Kunstmärchen und Novellen, Schauergeschichten, ...)</li><li>Sehnsucht und Naturerleben</li></ul>
Historischer Hintergrund
<ul><li>Naturwissenschaften</li><li>Gewinnstreben udn Nützlichkeitsdenken</li><li>Industrialisierung</li></ul>

Slide 26 - Slide

Slide 27 - Video

Vormärz (1815-1848)
Gott/Natur
<ul><li>Religiosität als politisches Instrument</li><li>Natur als Symbol für politische Prozesse</li></ul>
Individuum
<ul><li>Freiheit des Individums&nbsp;</li><li>Mitbestimmung</li><li>Diesseitsorientierung</li></ul>
Gesellschaft
<ul><li>Feudalismus</li><li>Durchbruch der Industrialisierung</li><li>Entstehung der Arbeiterklasse</li><li>Pauperismus (Massenarmut)</li></ul>
Historischer Hintergrund
<ul><li>Niederlage Napoleons und neue Ordnung durch Wiener Kongress 1815</li><li>Deutscher Bund (39 Staaten)</li><li>Ideen der Französischen Revolution haben keinen Platz</li><li>Strenge Zensur</li><li>Industrielle Revolution verschlechtert soziale Verhältnisse</li><li>Karl Marx: <i>Kommunistisches Manifest</i></li><li>Ende mit dem Scheitern der Revolution 1848</li></ul>
Literarischer Hintergrund
<ul><li>Rückzug ins Private (Biedermeier)</li><li>Junge Literaten: politische Bewegungen (Junges Deutschland und Vormärz)</li><li>Schriften führen zu revolutionären Unruhen</li><li>Machen auf gesellschaftliche und politische Probleme aufmerksam</li><li>Gegen religiöse und moralische Vorstellungen</li><li>Politische Gedichte und Lieder, Sozialdrama</li><li>"Friede den Hütte, Krieg den Palästen" - Georg Büchner</li></ul>

Slide 28 - Slide

Junges Deutschland & Vormärz

Slide 29 - Slide

Realismus (1850-1895)
Gott/Natur
<ul><li>Glaube an die Wissenschaft und Technik</li><li>Natur als reale Gegebenheit</li></ul>
Individuum
<ul><li>Mensch und sein persönliches Schicksal</li><li>Bedeutung der sozialen Umgebung</li><li>Mensch im Kampf mit den materiellen Kräften</li></ul>
Gesellschaft
<ul><li>Industrielle Massengesellschaft</li><li>Großstadtleben</li><li>Soziale Gefälle zwischen Großbürgertum und Arbeiterklasse</li></ul>
Literarischer Hintergrund
<ul><li>Authentizität</li><li>Blick auf die konkrete Lebenswelt des Bürgertums</li><li>Nüchterne und realistische Beschreibungen</li><li>Familiäre oder gesellschaftliche Konflike</li><li>Roman und Novelle</li><li>Nicht dokumentarisch</li></ul>
Historischer Hintergrund
<ul><li>Industrialisierung mit gewaltigen Fortschritten in Wissenschaft und Wirtschaft</li><li>Proletariat</li><li>Arbeitskämpfe und Konflikte</li></ul>

Slide 30 - Slide

Slide 31 - Video

Was hast du heute gelernt?

Slide 32 - Mind map

Was machen wir nächstes Mal?
Jahrhundertwende und Moderne
Nationalsozialismus / Nachkriegsliteratur
Kalter Krieg
Gegenwartsliteratur

Slide 33 - Slide